Die Bahn möchte ja sehr gerne mit Ökostrom fahren, aber dem ist eben nicht so, denn es wird Strom
aus Datteln (Kohlekraftwerk) bezogen. Mit Grün hat das nicht viel zu tun.

Grundsätzlich steigt Deutschland ja aus der Stromversorgung aus Kohlekraftwerken aus, dennoch
wird im Sommer 2020 ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz gehen, Datteln 4. Diese Entscheidung
entsetzt viele Umweltschützer, ist aber ein Kompromiss der Regierung. Die Situation ist nicht nur für
Uniper kritisch, sondern auch den Vorreiter des ökologischen Fortbewegens und das ist die Deutsche
Bahn.

Der Standort Datteln wird allem Anschein nach den kompletten Strom für die Bahn im Bereich
Nordrhein-Westfalen und zusätzlich ein Viertel des Bundesdeutschen Bahnstrom liefern. Bei diesem
Kraftwerk handelt es sich um das Größte, was jemals gebaut wurde, so die news portal. Was kein
Risiko bedeutet, denn die Deutsche Bahn hat sich vertraglich dazu verpflichtet für eine lange Zeit
den Strom abzunehmen. Die Entscheidung für Datteln fiel zu einem Zeitpunkt, als sich die Deutsche
Bahn günstig und sicher die Stromversorgung sichern wollte.

Nun sind 10 Jahre vorbei, in denen es viele Verzögerungen durch Probleme beim bauen gab. Nach
dem es immer wieder zu klagen gekommen ist, ging es jetzt endlich ans Netz, nach langer
Verzögerung. Wir sprechen immerhin von einer Verzögerung von 10 Jahren und da liegt das
Problem, den die Deutsche Bahn will ja längst schon mit grünem Strom fahren. Die DB sagt selbst,
verwendet mittlerweile 60 Prozent grünen Strom. Bis zum Jahr 2030 sollen es 80 Prozent sein und
2038 sollen es elektrische Züge ganz Klimaneutral fahren.